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Fragezeichen hinter Zukunft von "House Of Cards": Serie ohne Kevin Spacey vielleicht gar nicht möglich
Von Björn Becher — 14.11.2017 um 18:33
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Nach den Missbrauchs- und Belästigungsvorwürfen gegen Kevin Spacey entschloss man sich, die Netflix-Serie ohne den Star fortzusetzen. Doch möglicherweise ist dies gar nicht möglich, was dafür sorgen könnte, dass die Serie doch beendet werden muss.

Netflix

Die Dreharbeiten zur sechsten Staffel von „House Of Cards“ wurden unterbrochen, Kevin Spacey musste gehen und nun sind die Drehbuchautoren daran, neue Skripte zu schreiben, für die es Spacey und seine Figur Frank Underwood nicht mehr braucht, um die Serie zu einem Abschluss zu bringen. Doch es scheint nun so, dass der Schauspieler sich dagegen wehren könnte.

Wie zuerst TheBlast berichtete, enthält Kevin Spaceys Vertrag mit der „House Of Cards“-Produktionsfirma Media Rights Capital keine Klausel, die eine Auflösung bei „moralischen Verfehlungen“ erlaubt. Solche Klauseln waren früher Standard in Hollywood, sind mittlerweile aber nicht mehr so weit verbreitet. Laut den Informationen von TheBlast erlaube es der Vertrag von Spacey nur, dass der Star entlassen wird, wenn er arbeitsunfähig ist oder nicht zur Verfügung steht.

Netflix sieht keine Probleme

Könnte sich Kevin Spacey also zurück zu „House Of Cards“ klagen? Dies scheint möglich. Alternativ könnte der Schauspieler womöglich auch Schadenersatz geltend machen. Sein Adressat wäre aber nicht Netflix, sondern Media Rights Capital. Der Streamingdienst selbst sieht die neuen Entwicklungen daher auch gelassen.

In einer Stellungnahme gegenüber Inc.com erklärte ein Sprecher des Unternehmens nur, dass man „sich nicht an einer Produktion von ‚House Of Cards‘ beteiligen wird, die Kevin Spacey beinhaltet“. Die Aufgabe, einen Weg zu finden, die Serie ohne den Star zu betreiben, obliegt so Media Rights Capital, wobei es in der Netflix-Stellungnahme zumindest heißt, dass man zusammenarbeiten werde, um zu evaluieren, wie es weitergeht. Die Stellungnahme bedeutet aber auch: Würde sich Kevin Spacey zurückklagen, würde Netflix das Ergebnis nicht zeigen.

Kevin Spacey nur suspendiert

Quellen bei Media Rights Capital verweisen gegenüber TheBlast zudem darauf, dass Kevin Spacey aktuell noch nicht gefeuert ist. Der Schauspieler sei „nur“ suspendiert worden, während die Vorwürfe gegen ihn untersucht werden. Dabei geht es nicht um die Anschuldigungen des Schauspielers Anthony Rapp, als Jugendlicher von Spacey sexuell belästigt worden zu sein, sondern um die Vorwürfe von Mitarbeitern von „House Of Cards“.

Mehrere Mitarbeiter sollen Beschwerden gegen Spacey eingereicht haben. Der Star soll die Atmosphäre am Set „vergiftet“ haben. CNN berichtete von mehreren sexuellen Belästigungen gegenüber einfachen Crew-Mitgliedern, die nach eigenen Aussagen aus Angst, ihren Job zu verlieren, schwiegen. Ein Kameraassistent, der behauptet, selbst zwar nicht belästigt worden zu sein, aber Spacey beobachtet zu haben, erklärte dem Sender so: „Wer hätte einem Crew-Mitglied geglaubt? Man wäre doch nur selbst gefeuert worden.“

"House Of Cards": Netflix entwickelt Spin-offs

Momentan deutet alles darauf hin, dass man bei Media Rights Capital diese Vorwürfe nutzen wird, um den Vertrag mit Spacey außerordentlich zu kündigen, also das Fehlen einer speziellen Klausel zu umgehen. Deswegen bringen sich die Anwälte des Stars dagegen schon in Stellung. TheBlast berichtet, dass diese die Produktionsfirma bereits beschuldigen, gezielt nach Vorwürfen gefischt zu haben, um diese gegen den Star zu verwenden. Nach den Anschuldigungen von Rapp wurde nämlich an alle Mitarbeiter ein Brief verschickt, mit der Aufforderung, sich zu äußern, wenn man von Spacey belästigt wurde. Quellen bei Media Rights Capital erklärten gegenüber TheBlast, dass dies aber das Standard-Prozedere sei.

Auf jeden Fall ist die Zukunft von „House Of Cards“ weiter fraglich. Mit Kevin Spacey wird es die Serie keinesfalls mehr geben, womöglich gibt es aber auch keine finale Staffel ohne ihn. Der Schauspieler selbst befindet sich übrigens derweil in Arizona in einer bekannten Luxus-Entzugsklinik, wie zuerst das britische Klatschblatt DailyMail enthüllte und mittlerweile durch Bilder bestätigt wurde. Er soll sich dort wegen Sexsucht behandeln lassen. Die Klinik ist dafür bekannt. Auch Produzent Harvey Weinstein ist dort aktuell angeblich in Behandlung.

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Kommentare
  • Silvio B.

    Ohne Spacey ist die Serie durchaus möglich, aber ohne den Charakter Frank Underwood definitiv nicht.

  • Martin S.

    "Der Schauspieler selbst befindet sich übrigens derweil in Arizona in einer bekannten Luxus-Entzugsklinik, wie zuerst das britische Klatschblatt DailyMail enthüllte und mittlerweile durch Bilder bestätigt wurde. Er soll sich dort wegen Sexsucht behandeln lassen. Die Klinik ist dafür bekannt. Auch Produzent Harvey Weinstein ist dort aktuell angeblich in Behandlung."

    Ist das eine bekloppte Branche :P

  • Silvio B.

    Warum?

  • KillerBob

    Weinstein und Spacey zusammen in der gleichen Klinik??? Wenn neben einem Produzenten, einem Hauptdarsteller nun noch ein Regisseur dazustößt (wo treibt sich Brett Ratner eigentlich gerade rum) könnten die doch gleich ihre Version der Geschichten verfilmen....

  • Deliah C. Darhk

    "Standard-Prozedere" ???

    Wie oft genau werden dortige Mitarbeiter wegen Vorwürfen sexueller Belästigung auffällig, dass es bei denen dafür ein Standard-Prozedere gibt???

  • Silvio B.

    Es gab ein paar Längen, aber die letzte Staffel ist wieder richtig gut und nimmt eine interessante Richtung.

  • Jimmy V.

    Ganz ohne Sarkasmus: Das wäre auf jeden Fall interessanter Filmstoff...

  • Joachim M.

    House of Cards ohne Spacey dann war es das dann können sie sich die Serie hinschieben wo die kalifornische Sonne nicht hinscheint 😂😃

  • Knarfe1000

    Ohne Spacey komplett sinnlos.

  • Silvio B.

    Achtung Spoilerwarnung!
    Mit einem anderen Schauspieler wäre es durchaus möglich (nicht schön, aber möglich). Da Frank jetzt eh nicht mehr an der Spitze ist. Man könnte auch einige Zeit später wieder einsetzen und Frank sitzt mittlerweile im Knast.
    Als Claire das erste mal mit uns gesprochen hat, war das schon cool :)

  • Jimmy V.

    Ich kenne das US-HoC nicht, aber das britische Original. Da wäre es eigentlich durchaus interessant gewesen, wenn Francis Uruquhart das Zeitliche "einfach so" gesegnet hätte. Dennoch: Extrem schwierig das zu machen und irgendwie auch erkennbar die Notlösung.
    Vielleicht ist das jetzt für den einen oder anderen zu christlich, aber: Auch einem Kevin Spacey könnte man verzeihen. Dann lieber die Serie erst einmal auf Eis legen...

  • Silvio B.

    Letztendlich ist es egal wie sie es machen...es wird auf alle Fälle unbefriedigend sein. Und das nur weil Spacey sich nicht zurückhalten kann.

  • Deliah C. Darhk

    Dann wird in dem Unternehmen also jedes Mal eine Umfrage gemacht, wenn ein Mitarbeiter in seinem Privatleben auffällig wird?

    XY kriegt 'ne Parkknolle. Umfrage: Wem hat er schon mal den Firmenparkplatz zugestellt?
    XY trinkt seiner Frau den Kaffee weg. Umfrage: Macht er neuen Kaffee, wenn er die letzte Tasse getrunken hat?
    XY brüllt seinen Nachbarn an. Umfrage: Wer wurde schon mal von ihm angebrüllt?
    XY wird in einem Strip-Club gesehen. Umfrage: Wer wurde schon mal von ihm angestarrt?

    So etwa?
    Könnte aber problematisch werden im klagegeilen Amerika. Sind nämlich alles Eingriffe ins Privatleben der Mitarbeiter (Wie bei Spacey auch, da es eine private Party in seinem Haus war.), für die zudem aufgrund der fehlenden Moralitätsklausel die vertragliche Grundlage fehlt. ^^

  • Darklight ..

    Ich bin Egoist.
    Man sollte Spacey verdammt nochmal hart bestrafen bzw. von ihm freiwillig Wiedergutmachung fordern oder ähnliches...
    Und dann diese Serie gefälligst ordentlich zu einem Abschluss bringen!
    Der Mann ist vielleicht aufdringlich, übergriffig und moralisch verwerflich von seinem Handeln her. Und vielleicht sogar "ein wenig" kriminell.
    Aber er ist kein Schwerverbrecher.
    Ich bin dagegen, einem Menschen sein (Berufs-)Leben völlig zu vernichten...

    Läßt mal Ruhe und Aufklärung einkehren und lotet aus, ob in ein oder zwei Jahren eine Beendigung der Serie möglich ist. Als Chance für Spacey etwas gutzumachen...

    Und wenn ihr es nicht für Spacey tun wollt, macht es bitte für mich...
    Ich will unbedingt wissen, wie es weitergeht!
    ; )

  • Deliah C. Darhk

    Dann frage ich noch einmal: Wie oft kommt es da vor, dass die da ein Standard-Prozedre für haben?

    Und: Wie muss man sich die Umfrage vorstellen?
    Öffentlich, wo jeder von allen gesehen wird?
    Kaum, denn das erhöht den Druck zu schweigen.
    Also intim. Zweiergespräch, wo man nicht weiss, ob noch andere aussagen und welche Folgen die eigene Aussage haben kann?
    Sinnlos, denn es ändert nichts an der Aussagehemmung.
    Dann anonym?
    Da kann jeder, der mal 'nem Grossen ans Bein pullern will erzählen was ihm gerade so einfällt und wo er Bock drauf hat
    XY ist arrogant? Dann hat er mich eben beleidigt Unsympathisch? Dann war es eben eine Bedrängung. Das Aloch hat mir auf die Schulter gepatscht? Hey, das ist ein Grapscher!

    Verstehst Du worauf ich hinaus will?

  • emmerich6

    Allein schon die Formulierung dass man„sich nicht an einer Produktion von ‚House Of Cards‘ beteiligen wird, die Kevin Spacey beinhaltet" zeigt, dass Spacey schon längst verurteilt hat. Und genau da liegt das Problem. Man verbaut sich schon alle Möglichkeiten. Man kann doch wohl mal ein halbes Jahr oder so warten, um zu schauen wie sich alles entwickelt, bis die Vorwürfe genauer untersucht sind, und dann entscheidet man ob mit oder ohne Spacey. So ist es leider eine Farce und ist eben nichts anderes als eine Hexenjagd. Spacey mag wohl Fehler gemacht haben, aber wie schon weiter unten geschrieben wurde, ist er nicht unbedingt ein Schwerverbrecher. Es ist traurig, dass Hollywood auf diese Weise Karrieren zerstört. Dennoch bin ich sicher, dass Sapcey irgendwann wieder zurückkommen wird. Denn wenn Hollywood eines liebt, sind das Comeback-Geschichten.
    Unabhängig von all dem sehe ich für House of Cards schwarz. Ohne Spacey wird das nicht funktionieren, dann sollte mans bei 5 Staffeln belassen, so doof das auch ist. Ich werde mir jedenfalls keine 6. Staffel ohne Spacey anschauen. In diesem Fall wäre die Serie für mich nach fünf Staffeln auserzählt und Staffel 6 nur ne Art Spin Off.

  • Deliah C. Darhk

    Untersuchung ja; da wo sie hin gehört: In die Hände der Justiz. An der liegt es dann ein Urteil zu fällen und Massnahmen zu ergreifen, nicht an Arbeitgebern oder selbsternannten Kämpfern für die Gesellschaft (die bei genauer Betrachtung nichts Anderes tun als ihre Vorstellungen mit Zwang durchzusetzen, was imA schlicht Faschismus entspricht).
    Was ich verurteile ist Menschenjagd, Selbstjustiz und Vorverurteilung. Alles eine Abkehr von der Rechtsstaatlichkeit, derselben Rechtsstaatichkeit auf die die Beschwerdeführer zeitgleich ihre Schutzrechte begründen. Alles Geschehnisse, die - nicht zum ersten Mal, aber auch - bei Spacey vorkommen.

    "Schutze aller anderen Beteiligten"
    Auch der Angeschuldigte hat Schutzrechte, auch bei seinem Arbeitgeber. Diese werden hier ignoriert und der Selbstjustiz unterworfen.
    Wenn eine Person eine Gefahr für Andere darstellt, ist es Sache der Justiz dies zu unterbinden. Dafür gibt es Ermittlungshaften, Kontaktverbote und einstweilige Verfügungen. Ich habe bislang aber nicht gelesen, das etwas davon gegen Spacey verhängt oder auch nur beantragt wurde. ^^

    "Klar kann man dann auch lügen... "

    Ist mir klar. Ich war mal Frauenbeauftragte.

    Wenn der Bogen nicht anonymisiert ist bietet er nicht mehr Schutz als eine direkte persönliche Beschwerde. Im Effekt erwirkt er aber eins: Die Förderung von Denunziantentum, und wenn eine Clique sich einig ist, einen unbeliebten Kollegen loswerden zu wollen, dann hast Du ganz schnell deine Überschneidungen.

    Hatte ich auch auf dem Tisch. Drei Frauen gaben an vom selben Kollegen sexuell belästigt worden zu sein. Was die nicht wussten war, dass er stockschwul ist. Ich wusste das, weil ich versucht hatte ihn mit meinem Bruder zu verkuppeln.
    Aber hätte ich es nicht gewusst und mich zudem über die Unschuldsvermutung hinweggesetzt, ...
    Sein Werdegang hätte völlig zu Unrecht schweren Schaden genommen.
    Als ich die Damen damit konfrontierte kamen sie dann mit "grüsst ja auch nie und ist so komisch".
    Klar, weil er diese tratschenden Denunzuantinnen einfach nicht leiden konnte und nicht wollte, dass sie ihn nach Privatem fragten! Und das ist durchaus erlaubt.
    Ixh empfahl für alle drei eine Abmahnung. Geschrieben wurde keine.

    Was auch nicht zu vergessen ist, ist der Umstand, dass Rapps Anschuldigung überhaupt nichts mit Spaceys Arbeitgeber zu tun hatte. Es war eine private Party bei ihm zu Hause. Was geht das das Unternehmen an? Wenn der Chef sich durch einen Sauna-Club schnackselt, gibt es dann auch eine Umfrage welchen Mitarbeitern er Vorteilnahmen gegen Sex angeboten hat? Wohl kaum.

    Um also deine Eingangsfrage zu beantworten:
    Unter Einhaltung des Rechtsweges, nicht anders.
    Wenn Andere meinen ihre individuelle, beschuldigende Wahrheit über Dritte verbreiten zu müssen, ohne diese zu beweisen, nennt man das Verleumdung. ^^
    Aufgabe des Unternehmes wäre es gewesen seinen Mitarbeiter Spacey zu schützen.

    Und, dass das Angst um den Job - Argument Mumpitz ist, zeigt sich zum Einen an den vielen Anschuldigungen, denn niemand konnte anfangs wissen, ob er nicht doch alleine da steht, und zum Anderen an dem Umstand, wie schnell Spacey ohne Verfahren und Urteil geschasst wurde. Demnach lag die Machtposition nicht bei ihm. Ergo musste sich niemand davor fürchten.
    Das nenne ich Willkür. Mit Demokratie, Rechtssicherheit oder Rechtsstaatlichkeit hat das Null zu tun.
    DAS geht mir "gegen den Strich". Und das ist gut so, denn wenn es mich nicht jucken würde, würde ich damit auf genau die freiheitlichen Grundwerte sch ... pucken, für die vielleicht auch welche deiner Ahnen gekämpft haben und gestorben sind.
    Partei gegen diese Menschen- und Hexenjagd zu ergreifen heisst für mich, diese Ahnen und ihr Werk für unsere heutige Freiheit zu ehren und zu achten. Nicht weniger.

  • Deliah C. Darhk

    Auseinandernehmen dürfte Dir bei mir etwas schwer fallen. ^^

    Dass ich hinter einer Vielzahl der Anschuldigungen eine bewusste Unwahrheit sehe, die auf nachträglich konstruierten falschen Wahrnehmungen basiert habe ich schon an verschiedenen Stellen geschrieben und begründet.

    Ebenfalls öffentlich bekannt ist, dass ich berufliche Erfahrungen mit Opfern u. A. im Frauenhaus gesammelt habe, und auch, dass ich selbst Opfer männlicher Gewalt war (was mich zu meinem späteren Werdegang motivierte).
    Ich bin mir daher sehr bewusst, welche Abstufungen von sexueller Belästigung bis hin zu Gewalt es gibt.
    Drei Merkmale müssen mE zwingend für eine solche erfüllt sein:
    1. Der Vorsatz,
    2. Die kommunizierte individuelle Grenze der Zielperson,
    3. Die Empfindung der Belästigung im Moment des Geschehens oder unmittelbar danach.

    Über den Vorsatz Spaceys wissen wir nichts. Ein Indiz für eine simple Kennlern-Motivation ist jedoch, dass er bei Harry Dreyfuss wieder von alleine die Hand wegnahm.
    Gestützt wird dies noch durch den anwesenden Vater und Spaceys Bewusstsein, dass eine reine Anschuldigung (z. B. motiviert durch einen sofortigen Protest Harrys) - wie wie gerade erleben - seine Karriere beenden könnte.
    Dass bei sexuellen Vorwürfen die Macht zumindest in der westlichen Welt zunächst einmal regelmässig beim Anschuldiger liegt (auch das erleben wir gerade) hat er ja selbst mit seiner Rolle in American Beauty gezeigt, und der Fall Michael Jackson zeigt uns, dass auch ein rechtlicher Freispruch den beschädigten Ruf nicht mehr vollständig wieder herstellen kann. Dazu gabe es jüngst ja auch auf FS noch einen Freispruch-muss-nichts-heissen-Kommentar.

    Von keinem namentlich identifizierbarem Anschuldiger habe ich bislang gelesen, dass er 'nein' gesagt und Spacey das ignoriert hätte.
    Ich lese aber nicht alle Anschuldigungen. Kann mir also was entgangen sein. In diesem Fall bitte ich um eine Quellenangabe.

    Was mich aber am Meisten an der tatsächlich empfundenen sexuellen Belästigung zweifeln lässt ist der Umstand, dass vor Spaceys Outing ausser Rapp kein einziger Mann sich über sexuelle Belästigung durch ihn äusserte. Auch Harry kommumizierte das Erlebte auf Partys als eine "Art Witz".
    Das sagt mir, dass Spacey womöglich als unangenehm kontaktfreudig wahrgenommen wurde, dass diese Kontaktfreude aber nicht als sexuell motiviert empfunden worden ist; und das heisst dann im Folgeschluss zwingend, dass das Bewusstsein einer sB erst im Nachhinein, als möglicher Weise homophobe Reaktion, auf das Outing konstruiiert wurde. Das bedeutet aber, das die geäusserte Empfindung nicht authentisch ist, da sie zum Geschehen nicht stattfand. Das wissen auch die Anschuldiger, und da haben wir die bewusst unwahren Tatsachen dann verbreitet bekommen. --> Deswegen Verleumdung.

    Was ich ganz klar immer wieder kommuniziert habe, ist nicht eine Kritik, dass gegen Spacey
    ermittelt wird, sondern, dass man Anschuldigungen als Tatsachen behandelt und dies so öffentlich ausgebreitet wird. Damit findet der Schuldspruch prä-prozessial bereits ausserhalb des Gerichtssaales statt und gefährdet durch die öffentliche Wahrnehmung und Erwartungshaltung an das Urteil auch ein mögliches späteres Verfahren in dessen Unvoreingenommenheit.

    Im Langzeit-Effekt kann dieser Schuldig-Hype dann zum sozialen Bummerang für echte Opfer werden. Wenn nämlich Spacey freigesprochen wird oder es zu gar keinem Prozess kommen sollte (z. B. weil es nicht verboten ist einfach nur unangenehm wahrgenommen zu werden), dann bleibt das Bewusstsein, dass auch eine so massive Wand von Anschuldigungen (die retroperspektiv als Beweise wahtgenommen werden) nicht ausreichten, um einen "Schuldigen" zu verurteilen.
    Zudem könnte die öffentliche Stimmung kippen und zukünftig eher in die Richtung ausschlagen, dass Beschuldigungen generell kein Glauben mehr geschenkt wird.
    DANN wird die Anzeighemmung echter Opfer ansteigen und mehr vorsätzliche Täter bleiben länger ungeahndet.
    Das dürfen sich dann all' die hysterischen SJWler und deren Trittbrettfahrer auf ihre Fahnen schreiben. Aber das werden sie nicht tun, weil diese Menschen überhaupt kein Bewusstsein dafür haben dass sie jedes Mal wenn sie mit dem Finger auf jemandenn zeigen auch drei Finger auf sich selbst richten. ^^

    Weil sie das Geschäft und die sozialen Netzwerke kennen und den Problembären lieber erschiessen, ehe jemand anmerkt, dass er ja einer von ihnen ist. Prophylaktischer Collateralschaden zur eigenen Imagepflege. Mehr ist das nicht.
    Auch ein bedenklicher "Erfolg" der SJWler.

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