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Legenden, Abschaum und echte Liebe: Unsere Ideen zu Rian Johnsons "Star Wars"-Trilogie
Von Björn Becher, Christian Fußy, Tobias Mayer — 10.11.2017 um 20:29
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Rian Johnson macht eine neue „Star Wars“-Trilogie, die keine Fortsetzung der Skywalker-Saga sein wird. Doch was sollte er erzählen? Drei rmarketing.com-Autoren haben sich ein paar Gedanken dazu gemacht…

Lucasfilm

Wie Lucasfilm ankündigte, hat „Star Wars 8: Die letzten Jedi“- und „Looper“-Regisseur Rian Johnson die Aufgabe übernommen, eine neue Trilogie aus dem „Star Wars“-Universum zu entwickeln, wobei er den ersten Teil selbst inszenieren und schreiben wird. Es handelt sich dabei ausdrücklich nicht um „Star Wars 10, 11 und 12“, denn „Johnson wird neue Figuren einführen, aus einer Ecke der Galaxis, die in der ‚Star Wars‘-Geschichte noch nie erkundet wurde“, wie es in der offiziellen Mitteilung heißt.

Es wird sich also nicht um eine Trilogie handeln, in der man zum Beispiel Obi-Wan Kenobi begleitet, sondern die Hauptfiguren und das Gros der Schauplätze werden neu sein. Die Geschichten können vor, nach oder parallel zu den Episoden I bis IX spielen. Und es ist natürlich auch nicht ausgeschlossen, dass Ereignisse aus dem „Star Wars“-Kanon aufgegriffen werden, die bisher nur erwähnt wurden, oder dass bekannte Geschichten gestreift werden.

Gerade im „Star Wars“-Universum mit der riesigen Galaxis, vielen unterschiedlichen Alienrassen und einem mehre Jahrtausende langen Zeitraum, gibt es viel Material für die Story der neuen Trilogie. Eine Prophezeiung für die Handlung der neuen Trilogie ist daher unmöglich, doch Ideen und Wünsche können wir bereits äußern…

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Kommentare
  • Deliah C. Darhk

    Wenn der Film tatsächlich "Der Schöne und das Biest" heissen würde, wäre es wohl jedem sofort aufgefallen. ;)

    Dein Vertipper ist zu einem genialen Wortspiel geworden. :D

  • Deliah C. Darhk

    Ich glaube nicht, dass Palpatine sich je einen Nachfolger aussuchen wollte.
    Er suchte nach einem Schüler, welcher es ihm ermöglichen sollte die Überwindung des Todes zu erlernen, die er sicherlich wörtlicher verstand als mit einem Machtgeist.
    Er deutet das im Gespräch mit Anakin in Rache der Sith ja an. Zudem bekennt er sich darin auch zur Zielsetzung "unbegrenzte Macht". Das heisst auch temporär ohne Limtierung, also ewig, damit unsterblich.

  • Deliah C. Darhk

    "Dann müsste Rian Johnson nur noch sinnvoll erklären, warum Snoke nach der Vernichtung der Sith auf einmal seine Neutralität aufgegeben und sich der Dunklen Seite zugewandt hat."

    Da ist mir gerade ein Gedanke gekommen:

    Wenn Snoke ein Whill ist, dann könnten die Whills ihre Beobachterrolle (stellvertretend durch ihn) aufgrund der Ereignisse seit Sidious aufgegeben haben, um weitere durch die Macht gestützte Unrechts-Regime zu verhindern. Dazu hat Snoke sich scheinbar für die dunkle Seite entschieden, weil es diese zu jenem Zeitpunkt nicht mehr gab und er ein ausgleichendes Gegengewicht zu Luke und dessen Schülern zu schaffen beabsichtigte, damit beide Seiten sich letztlich gegenseitig auslöschen, wonach Snoke sich wieder zu den Whills zurückziehen will und die Nutzung der Macht als Mysterium der Vergangenheit in der Geschichte vergessen werden soll.
    Die Strukturen der ersten Ordnung baute er lediglich als seinen Handlungsapparat auf, weil das brachliegende Potential des enthaupteten Imperiums sich dafür pragmatisch anbot.
    Da Snoke als Neutraler aber jede Art staatlicher Gewalt als Unrecht ansieht, setzt er die FO auch gegen die Republik ein. Hat er diese besiegt, löst er die FO vor seinem Rückzug unter Beseitigung möglicher Nachfolger auf und zerstört ihre Strukturen.
    Damit wäre Snoke der Anarchist, der zwischen den - aus seiner Sicht - Extremen beider Seiten von Unrecht steht.

  • Deliah C. Darhk

    Die WHO gibt 3 - 11% Homosexuelle weltweit an, 1% A-sexuelle und den Rest hab' ich vergessen.

  • Deliah C. Darhk

    Wäre mir auch nicht Recht, wenn Du das tätest.
    Ich weiss welches Problem er mit mir hat. Muss er mit klar kommen.
    Ich dachte ja, mit der Sperre sei es zu Ende. Wäre okay für mich. Aber wenn er wieder anfängt nehme ich eben auch kein Blatt vor den Mund. Aber das kann ich alleine eh am Besten (Was jetzt nicht heisst, ich hätte Zweifel an deinen Fähigkeiten. ;-D).
    Ich fand nur, nach seinem Schmarn-Spruch reagieren zu müssen, ehe da wieder was ausufert. Ansonsten beschäftigt das Thema mich nicht mehr so wirklich.

    Nee nee nee nee nee! Dass wir in manchen Dingen grundverschieden sind bedeutet nicht, dass ich da eine Wertung reingelegt hätte.
    Ich schaffe es ja auch nicht meiner Tochter zu vermitteln, wie ge!l Marvel-Comics sind. Ist thematisch auch vollkommen inkompatibel mit ihr. Deswegen blicke ich aber nicht auf sie herab. Ich setze sie nur in sechs Wochen vor die Tür. XP ;D

    Auch der folgende Text ist bitte nicht als pauschale Wertung zu verstehen. Er versucht Dir Empfindungen zu erläutern.

    Es gibt natürlich auch bei Frauen solche und solche - und solche wie mich. ;)
    Aber doch. Nicht als Gefallen formuliert, aber als Wertschätzung. Deswegen ist es auch keine Falle. Ihr bekommt etwas, das viel mehr Wert hat als Sex.
    Wir schlafen schon mal aus Gefälligkeit mit jemandem, aber wenn wir jemanden schätzen ist es ein aufrichtiges Gefühl. Das ist ein Geschenk, und wir erwarten, dass es so angenommen wird.

    Bei Männern habe ich sehr häufig den Eindruck, dass sie den Sex als Zielsetzung einer Beziehung betrachten. Bei Frauen im Allgemeinen ist er eher das Zuckerli, wenn das Ziel der emotionalen Bindung bereits erreicht ist(, wobei das in der jüngeren Generation mittlerweile auch durch veränderte Sozialisation und neue Bewusstseine aufweicht. Aber für Leia müssen wir ja vom Usus des Produktionsjahres ausgehen.).
    Deswegen wird diese friendzone von frau ganz anders wahrgenommen.
    Natürlich bemerken wir Verhaltensänderungen. Nur sind die für frau nicht immer so verständlich.
    Als Mensch geschätzt und als Freund akzeptiert zu werden ist doch schon sehr viel und etwas Gutes. Ein guter Freund ist wichtiger und wertvoller als ein Dutzend mittelmässige Sexual-Beziehungen. Damit sollte man dann auch schon mal zufrieden sein können.
    Das ist aber genau der Punkt an dem es häufig scheitert, weil der Sex seitens des Mannes plötzlich wie eine selbstverständliche Erfüllung erwartet und (auch non-verbal) eingefordert wird.
    Da hat aber kein Mann einen Anspruch drauf (streng genommen noch nicht einmal in einer Ehe). Das sehen viele Männer nur nicht ein.

    Ich hatte mal ein erstes Date, nach dem der Kerl meinte, weil er die Kinokarten bezahlt hatte, müsse ich auch mit zu ihm und mich durchamseln lassen. Geht gar nicht so was! Wenn ich es will, ja. Aber nicht als Belohnung für eine Aufmerksamkeit.
    Dann wäre die Aufmerksamkeit nämlich nicht echt sondern Mittel zum Zweck, und unechte, also an eine Erwartungshaltung geknüpfte, Aufmerksamkeit hat einfach keinen nachhaltigen Wert für uns. Die ist für uns emotional wie für euch ein Tritt in das Erbgut (vermutlich).

    Deswegen ist Leia auch nicht arschig zu Luke, denn nur wenn er ohne latente Forderung (Sex) aufmerksam ihr gegenüber ist, ist er es aufrichtig und kann dann auch akzeptieren, welche Art von Beziehung sie zu ihm aufbaut.
    Kann er es aber nicht akzeptieren, ist er es für sie auch nicht wert besonders geachtet zu werden.
    Was Anderes wäre es, hätte Leia ihm irgendwann eindeutige Zeichen gegeben. Aber schon durch den Umstand, dass Han als Konkurrent nicht von ihr abgewiesen wurde macht deutlich, dass sie Luke nicht bevorzugte. Sonst hätte sie ihn schlicht und einfach nie vor Han zum Trotz geküsst. Sie hätte es in einem intimeren Moment und/oder aus einem anderen Grund getan, vielleicht auch vor Han (um klare Verhältnisse zu schaffen), aber niemals aus diesem Trotz heraus. Luke ist in Imperium nur zu unerfahren, um das zu verstehen.
    Zumindest empfand ich ihn im der OT durchgängig als männliche Jungfrau.

    Dass das für dich nicht so einfach zu verstehen ist, ist mir klar. Da sind wir wieder beim 'grundverschieden' . Umgekehrt fällt es aber auch mir nicht leicht zu verstehen, warum Kerle mir so oft - Trotz Ehering! - erst auf die T!tten glotzen müssen, um sich entscheiden zu können, ob wir uns unterhalten wollen. Eigentlich findet das Gespräch ja etwas weiter oben statt. ^^

    Nein, Aufmerksamkeit von dem Falschen oder die falsche Art von Aufmerksamkeit können sich verdammt unangenehm anfühlen. Da wäre weniger schon mal mehr.

  • Deliah C. Darhk

    Ist jetzt etwas so, als würde man Ep1 sehen und dann sagen SW ist die Zeit nicht wert.

  • Deliah C. Darhk

    Ja, verstehe ich. Ist aber dennoch etwas Anderes.
    Kennst Du den Film Soulman?
    Das Gespräch am Ende zwischen dem Dekan (J E Jones) und Mark (C T Howell) trifft es am Ehesten.

  • Deliah C. Darhk

    Im besagten Harley-Thread hat er sich durch eine persönliche Äusserung, die nur zwei Personen auf der Welt kennen (Ich, die ich diese Info über mich fakte, und er, der sie als einzige Person von mir per nicht-öffentlicher Mail erhielt, um ihn über dieses "Wissen" in anderen Foren identifizieren zu können) als die hiesige Main-Inkarnation meiner alten MJ-Erz-Nemisis enttarnt. Dieses Zerwürfnis ist älter als mein Sohn.

    Das schätzt Du falsch ein.
    Sein traditionelles Vorgehen gegen mich war immer das Gleiche: Ein ominöser vermeintlich weiblicher Account schreibt mich aggressiv und abwertig an. Er stimmt dem zu, und dann werden Nadelstiche a la "Was die sagt brauchen wir nicht." versucht.

    Ein paar Tage vor eurem Gespräch hier schrieb mich besagte ominöse Weiblichkeit an, und er stimmte ihr zu, indem er meine Texte als überwiegenden Schmarn diffamierte. Hat mir meine Tochter erzählt, und der vertraue ich blind.
    Von daher war seine Aussage hier mit Sicherheit nicht nicht persönlich gemeint.

    Zum Thema:
    Sag' selber: Sind wir Frauen (für euch) nicht doch sooo kompliziert? Wenn Du das jetzt verneinst, stelle ich peinliche Kontrollfragen. ;-D

    Wir verstehen uns ja manchmal selber nicht. Da ist es wohl auszuschliessen, dass ein Mann das kann.
    Wie auch? Gibt ja keine, die ihm erklären könnte, was sie selbst nicht kapiert. ;D
    Das liegt vor Allem an einer emotionalen Logik, die keinen erklärbaren Regeln unterliegt, aber dennoch Regeln hat und die wir fühlen können. Nur, kann man niemandem eine Art von Emotion vermitteln, zu der dieser selbst keinen Zugang hat.

    Weil Leia davon ausgeht, dass Luke selbstverständlich an der fehlenden zärtlichen Tiefe des Kusses feststellt, dass das nicht sein, sondern Hans Kuss war, womit sie ihm klar den Ehrenplatz auf der Kumpel-Tribüne kommunizierte.
    Sie lebt in diesem Moment in dem Bewusstsein, dass Luke das versteht, weil das ja eh klar ist (emotionale Logik) und nicht verletzt werden kann, weil er als Kumpel erster Klasse ja auch jemand ganz Besonderer ist, was in gewisser Weise auch eine Form von Liebe bedeutet, nur keine, die eine leidenschaftliche Komponente optioniert.
    Aber es ist eine Art von Liebe; und dafür hat der Kerl gefälligst dankbar zu sein. Sonst ist er sie nicht wert. Ergo kann er nur verletzt werden, wenn er seine Triebe über das Glücksgefühl einer (leidenschaft-resistenten) Liebe stellt. Aber dann ist er halt selber Schuld, wenn er nicht zu schätzen weiss was er bekommt.

    Mir ist klar, dass sich das für dich wie ein paar Knoten im Gehirn liesst. Aber ehrlich: Noch männer-kompatibler kann ich das nicht formulieren. Auch meine Fähigkeiten haben ihre Grenzen. ;)

    Allgemein:
    Vielen Frauen fällt Sex ohne Liebe, teils bis zur Unmöglichkeit, schwer.
    Liebe ohne Sex ist aber (ausser bei dem Einen "ihm") überhaupt kein Problem. Im Gegenteil: Sie bereichert.
    'Das muss doch auch ein Mann verstehen!'
    (Ist mir natürlich klar, dass das wenig mit dem allgemeinen männlichen Verständnis von Liebe zu tun hat.)

  • Deliah C. Darhk

    Ich bin bekanntlich ja auch eher gegen die Thematisierung von Sexualität in Kinderfilmen eingestellt, wobei ich durch neuere persönliche Erfahrung allerdings doch derzeit überdenke, meine Null-Toleranz da etwas aufzuweichen.
    Können wir mal drüber sprechen, wenn ich mir im Klaren bin, wie ich zukünftig dazu stehen will. Im Moment käme da wohl nur unenrschlossenes Geblubbere bei mir raus.

    "Selbst zwischen diesen beiden Filmpärchen werden die Beziehungen ja größtenteils eher angedeutet, als das wir davon wirklich etwas zu sehen bekommen."

    Das ist mir auch ein wichtiger Punkt. SW ist nun mal kein "Sturm der Liebe". Da WILL ich gar nicht so viel Love Story sehen. Im Gegenteil. Da stört es mich sogar. Neben Jar Jar und diversen Spracheigenschaften ist die Love Story in Klonkrieger das Einzige, was mich an der PT wirklich so richtig nervt. Viele kleinere Kritinpunkte hätte ich vermutlich gar nicht so gesehen, wenn ich nicht so ungemein abgenervt von diesen Schnulz-Elementen gewesen wäre.
    Das lief in der OT einfach besser, dezenter mit der übrigen Handlung mit.

    Dann konkretisiere ich meine Aussage: Als Angehöriger einer ausgegrenzten Minderheit.

    Dein Beispiel mit den Musikern finde ich jetzt etwas unpassend gewählt. Diese Menschen entscheiden sich bewusst für ihre Individualität, ihr Alleinstellungsmerkmal. Wenn es ihnen nicht gefällt können sie aufhören. Mit Homosexualität funktioniert das nicht. Wenn Du's bist, dann bist Du's. Und wenn Du damit in der Gesellschaft nicht klar kommst, dann musst Du es trotzdem bleiben.
    Selbst ich als Frau könnte mich - wenn ich mit meiner Identität unglücklich wäre - operativ zu einem Mann machen lassen. Aber Homosexualität lässt sich zwar unterdrücken, aber nicht ändern. Die bleibt rund um die Uhr, für immer. Deswegen dürfen wir sie nicht ausgrenzen. Das wäre wie Rollstuhlfahrern zu erzählen, sie sollen ab und an einfach mal die Treppe nehmen. Geht einfach nicht.
    (Womit ich Homosexualität ausdrücklich nicht mit Krankheit oder Behinderung gleichsetze).

  • Deliah C. Darhk

    90 % unseres Verhaltens wird vom Sexualtrieb gesteuert.
    Stammt vom selben Mann, der Mütter zu General-Schuldigen erklärt hat. Ist also nicht ganz so unwichtig.

    Ich kann deine Position aber trotzdem nachvollziehen.
    Sexualität ist etwas sehr Intimes, und es kann ungemein nerven, wenn man damit durch Personen / Gruppen konfrontiert wird, mit denen man sie nicht teilen möchte. Das fühlt sich mitunter wie verbales Angrabschen an, etwa so, wie der Kerl, der mir im Pub als (hoffnungsvolle aber sinnlose) Anmache Loblieder auf seinen Ständer singt. Da setze ich mich irgendwann auch zur Wehr.

    Andererseits hat Vincent aber mit seiner Position auch nicht Unrecht. Gerade für junge Homosexuelle ist es ungemein wichtig, dass ihr Problem überrepräsentativ kommuniziert wird, um damit klar zu kommen; und ein Problem ist es tatsächlich für sie, denn der Grund, dass wir uns gar nicht erst als hetero outen müssen ist der, dass diese Ausrichtung aufgrund ihrer Verbreitung ohnehin gemeinhin vorausgesetzt und als 'normal' angesehen wird, was aber im Umkehrschluss bedeutet, dass homosexuelle Menschen von der Gesellschaft (teils vollkommen unbewusst, aber mit nachhaltiger Selbstverständlichkeit) als anormal ausgegrenzt und damit aus ihrer zu akzeptierenden Gleichwertigkeit ausgesperrt werden, und da sind wir dann an dem Punkt, an dem der gute Siggi wieder alles richtig gemacht hat: Er fragt nach dem Grund für ein Verhalten.

    Stell' Dir einfach mal vor, Du würdest als einer von drei Heteros mit den Baseballmanschaften (Die Klischees sind nicht abwertig, sondern als bildhafte Erklärungen gemeint) "Rosa Jungs Praunheim", "Lancelotts Limburg" und "Heisse Hengste Heinsberg" auf einer einsamen Insel stranden. Die anderen beiden Heteros sind Frauen und niemand weiss bisher, dass Du nicht schwul bist.
    Wie würdest Du dich fühlen, wenn Du von allen Anwesenden nach der dortigen Wahrscheinlichkeit (nämlich selbstverständlich schwul) beurteilt und behandelt würdest? Und was würdest Du tun, um diesen Zustand in eine Richtung abzuändern, die es Dir möglich macht, als gleichwertiges Mitglied in dieser Gesellschaft akzeptiert zu werden und leben zu können, ohne dich zu verleugnen?

    Du würdest es immer und immer wieder kommunizieren, und Du hättest mit Ablehnung und Non-Akzeptanzen zu kämpfen, weil Du auf wenig Verständnis stösst, für etwas, das für dich vollkommen normal, selbstverständlich und natürlich sein sollte, aber aufgrund äusserer Wahrnehmung irgendwie nicht ist.
    Und je weniger man dich anhören will, desto lauter würde deine Stimme und desto grösser deine Schwankungen zwischen hoffen und bangen, vielleicht jemanden zu finden, der dich als dich akzeptiert, oder so depressiv zu verzweifeln, dass Du in jener Gesellschaft nicht mehr leben kannst.

    Und damit kommen wir zu der Antwort nach dem 'Warum': Weil Du unmöglich als soziales Wesen überleben kannst, wenn Du dich selbst als Minderheit definierst, statt einfach nur mit Dir wie Du bist.
    Deswegen muss ein Homosexueller immer einen homosexuellen Bezugspunkt in der Mitte der Gesellschaft finden können, um sich als Teil von ihr zu empfinden, denn auch wenn lt WHO "nur" 3 - 11% homosexuell sind, sind Homosexuelle es (ab Coming out) zu 100 % ihrer Zeit. Und das heisst: immer.

  • Deliah C. Darhk

    "Ich kenne keine Romanze die genug Stoff für eine Trilogie hergeben würde."

    Twilight, vier Teile.
    Tolle Liebesgeschichte. Nur die Knuddel-Batsis und -Wauzis bringen's nicht so richtig. War sehr viel mehr drin als gezeigt.

  • Deliah C. Darhk

    Ich finde die Idee von Tobias auch schrottig, aber nicht wegen der gewünschten sexuellen Ausrichtung, sondern weil das Ding Star WARS heisst. Liebesgeschichten gehören da in den Hintergrund. Im Maintheme hat es gefälligst um (die) Macht und Kämpfe und Kriege zu gehen.
    Meinetwegen auch um Politik und Intrigen, Bandenkriege und pipapo, um den ganzen abgefackten Sche!zz mit Lichtschwertern und Raumschiffen, AT-ATs und Blastern.

    Als "Haus am See 2" würde ich mir Tobias Idee eventuell ansehen. Hinge von der Qualität der Umsetzung ab.

  • Deliah C. Darhk

    Er hat frech bei Dir abgeschrieben. ;-D

  • Deliah C. Darhk

    Entschuldigung. Ich habe erst jetzt (eher zufällig) beim Scrollen meinen Namen entdeckt.
    Da ich Jimmy V. seit etwa einem Jahr gesperrt habe, lese ich Gespräche mit ihn nur noch selten mit, da ich mir ja immer aus euren Antworten zusammenreimen muss, was er so von sich gegeben haben mag.

    Also, deine Analyse habe ich jetzt zwei Mal gelesen.
    Ich empfinde sie als sehr gut beobachtet und absolut treffend.
    Ergänzend möchte ich nur noch anfügen, dass es zwei Momente gibt, die Lukes erotisches Interesse an Leia eindeutig belegen.
    Der Eine ist am Ende von Imperium. Luke legt seinen Arm um Leia. Das ist ein Besitzanspruch.
    Hätte es Trost sein sollen, hätte er sie dabei angesehen. Er schaut aber in die Ferne des Weltalls dem Falken nach.

    Der Andere ist auf Hoth in der Krankenstation. Nachdem Leia Luke aus Trotz Han gegenüber geküsst hat grinst Luke Han wie ein Sieger an. Ich meine, er verschränkt dabei auch noch triumphal die Arme hinter seinem Kopf. Habe das Bild gerade nicht präsent. Dieser Kuss war für Luke (in seiner individuellen Wahrnehmung) die Bestätigung, für Leia sexuell attraktiv zu sein. Diese Empfindung macht nur Sinn, wenn er von ihr genau auf diese Weise empfunden werden will.
    Zudem zeigt diese Mimik Lukes eine deutliche Steigerung seiner Ambitionen mit Leia gegenüber des ersten Kusses im Todesstern, denn sie spiegelt wieder, dass er bereit ist, sich gegen Han durchzusetzen, wogegen er in ANH mit seinem 'Nein' zu Hans "... eine Prinzessin und ich ... ?" noch sehr trotzig und unentschlossen wirkt.

    Lediglich in einer Wertung muss ich Dir etwas widersprechen.
    Leia wusste schon zu Beginn von Imperium, dass sie sich nie für Luke entscheiden würde. Sonst hätte sie ihn nicht missbraucht (Kuss), um Han zu treffen. Sie hätte sonst gefürchtet Luke damit zu verletzen, wenn er fühlt, dass sie in diesem Moment viel lieber Han geküsst hätte.
    Dass sie sich bis "Ich liebe dich." auf Bespin nicht zu Han bekannte lag an seiner für sie entgegen ihrer Gefühle offensichtlichen Unmöglichkeit ein geeigneter Partner zu sein.
    Aber das sind Detailfragen. Die ändern nichts an den von Dir erkannten Grundsätzlichkeiten und somit auch nichts an Lukes Art von Interesse an Leia.

    Ein späteres Coming out ist damit natürlich möglich und würde auch die vorherigen Geschehnisse nicht negieren, ist aber derzeit Spekulation aus dem Auge des Betrachters. Da soll jeder für sich entscheiden wie er Luke wahrnehmen will. Dass er durch das Bewusstsein beinahe an seiner Schwester rumgeschraubt zu haben eine ganz neue Auseinandersetzung mit sich und seiner Sexualität geführt hat, das bietet sich als Interpretation ja durchaus an.

  • Jimmy V.

    Frauen sind jetzt nicht so kompliziert wie sie sich gerne selbst mystifizieren, also darf die besagte Dame als vermeintliche Expertin ruhig schweigen. ;)
    Die Aufklärung deinerseits macht SInn. Ich achte da mal drauf, wie gesagt.
    Zu Luke: Der Punkt ist ja gar nicht zu sagen er wäre jetzt die Aushängefigur für diese oder jene Sexualität. Im Gegenteil: Dadurch, dass das bei Luke gar nicht groß weiter thematisiert wurde und er ein integrer Held mit anderen Interessen wie auch Sorgen geworden ist, hat das die viel bessere erzählerische Funktion bekommen.

  • Jimmy V.

    Ich achte mal beim nächsten Rewatch drauf. Ich kenne ja nur die Filme und da war mir das nicht so bewusst, muss ich ehrlich gesagt sagen. Dass Han es nicht besser wusste - logisch.

  • Jimmy V.

    Mit dem ersten Absatz will ich sagen, dass wir Menschen schon etwas "besonderes" (wertfrei) sind und ich deshalb Mensch-Tier-Vergleiche sehr problematisch finde. Aber das zu diskutieren führt zu weit, glaube ich. Können wir aber gerne.

    Zum anderen Teil: Ja, ich kann so einen Eindruck schon nachvollziehen. Ich würde hier aber auf die Details achten und nicht alles gleich in einen Topf werfen. So gibt es natürlich Überschneidungen zwischen Rassen- und Sexualitätsdiskriminierung. Aber für mich liegen darin schon Unterschiede. Hautfarbe ist etwas, aus dem ein Mensch nicht rauskann. Niemand kann die Hautfarbe ignorieren. Umgekehrt macht es das aber auch leichter dieser einfach weniger Gewicht in einem Produkt wie "Star Wars" zu geben. Das meinte ich ja mit dem Finn-Beispiel. Weil die Hautfarben-Unterschiede in SW nicht relevant sind, ist es völlig wurst, ob Finn eben schwarz oder weiß oder sonst was ist. Seine Story funktioniert davon unabhängig. Es wäre ein Unterschied, ob er ein Alien ist, weil, wie ja auch der dunkle Lord begründet hat, Aliens im Imperium schlecht behandelt wurden.
    Hingegen ist Sexualität etwas, das zum Intimleben einer Figur gehört. Und da ist doch wirklich die Frage, ob wir das Intimleben von Figuren sehen müssen. Beispiel Luke. Zum wiederholten Male: Das gilt für Hetero- wie Homobeziehungen. Ich hatte auch - um dein Beispiel aus dem anderen Kommentar aufzugreifen - keinen Bock auf die Anakin-Padmé-Beziehung, weil sie super schlecht geschrieben und geschauspielert war UND weil genau das den Fokus von anderen, interessanteren Inhalten genommen hat. Denk das halt anders herum: Wie würdest du dir vorkommen, wenn du "Brokeback Mountain" guckst und auf einmal einer der beiden Cowboys mit einem Messer hantiert und 5 Minuten des Films gezeigt wird wie er kämpft?
    Nein, nur weil ich will, dass kostbare Filmzeit einem Genre angemessen (!) genutzt wird, lasse ich mir nicht irgendwelche Feindlichkeiten unterstellen. Ich werde nicht in einem "Terminator"-Streifen absurden Humor a la "Anchorman" erwarten können. Was ich vielleicht erwarten kann, neben viel Action, ist ein bisschen Reflexion über das Mensch-Maschine-Verhältnis. Das passt. Und so soll es überall passen. Und ob bei SW nun eine schwule Romanze passt, ist eine Streitfrage, wo ich sagen würde: Näh, weil GENERELL Romanzen dumpf umgesetzt werden.
    Von alledem ab, bleibt ja noch das Argument mit der Zahl. Sorry, selbst wenn nun statt 3% jetzt 15% der Menschen homosexuell wären, wären das immer noch wenige. Eine Minderheit. Und wirklich, nicht jede Minderheit muss abgebildet werden, besonders eben, wenn der Stoff (siehe oben, ellenlang begründet) nicht hergibt. (Siehe auch das Argument derjenigen, die glauben, dass das sowieso ein Bärendienst ist.) Ich sehe schlichtweg keinen erzählerischen Mehrwert davon in "Star Wars" da entsprechende Figuren zu haben, wenn das so umgesetzt wird, wie Tobias Meyer sich das vorstellt.

  • Darklight ..

    DAMIT kann ich was anfangen.

    Yep. Nur eine schwule Beziehung zu verfilmen, weil es "neu" ist, macht keinen Sinn. Es macht Sinn, wenn man eine gute Idee für einen Charakter und eine Story hat. Und es macht Sinn, wenn wenn er zufällig schwul ist und es zur Geschichte passt.

    Dann sollte man es verfilmen.

    Ich bin sicherlich nicht für eine Quotenlösung, nur damit es politisch korrekt ist. Ich bin nur dafür, daß eine gute Idee für eine Geschichte mit einem schwulen Charkter nicht verworfen wird, weil die Stimmung in der Öffentlichkeit dagegen ist.

    So ist es bei Gene Roddenberrys STAR TREK ja gewesen. Er hatte eine Idee für eine schwule Figur an Bord der Enterprise. Könnte sie aber aufgrund des homophoben Geistes in der Öffentlichkeit damals nicht durchkriegen...
    DAS finde ich schlimm.

    Und dabei ging es nicht darum krampfhaft eine Schwule Figur zu schaffen, sondern darum, daß eine gute Idee aus Angst vor den gesellschaftlichen Verhältnissen vorworfen wurde.

  • Darklight ..

    Mmmhh... ich verstehe einen ersten Abschnitt nicht sooo ganz. Also, worauf Du damit argumentativ hinauswillst...
    Was meinst Du damit genau?
    : )
    Schön, daß Du so offen bist.
    Ich kenne einige, die das genaus sehen, machen wie Du.

    Zu deinem letzten Satz - den finde ich leider schwierig.
    Weil genau das aus meiner Sicht diskriminierend ist:
    Stell' Dir vor, Du würdest schreiben: "ich habe auch keinen Bock auf Unterhaltungsfilme, die mich zur Reflexion über Rassentrennung einladen wollen" - und Du würdest einfach keine Filme sehen wollen, wo nen Farbiger ne Beziehung mit ner Weißen hat.. .
    Das zu schreiben iss halt grenzwertig.
    Zwischen dem "Ichwilldasnichtsehen" als dein persönlicher Geschmack - und der Haltung, daß "man" das im Kino nicht sehen will (und zeigen sollte) ist ein schmaler Grat.
    Viele Leute wollten auch keinen Farbigen in einer Hauptrolle in einem STAR WARS Film. Denn auch Finn zwingt Dich letztlich darüber, über den Umgang mit Farbigen nachzudenken. Einfach weil ein einziger Schwarzer im Film auftaucht. Und das ist gut so.
    Und genaus wäre es gut, wenn endlich mal ein Schwuler in einem Blockbuster auftaucht.
    Und auch wenn ich weiß, daß viele Menschen da draußen es am liebsten hätten, wenn wir (Schwule) unsichtbar bleiben würden, will ich ein klein wenig Gleichberechtigung.
    Ich möchte ab und an etwas mehr Vielfalt auf der großen Leinwand.
    Wem das persönlich nicht gefällt, muß sich diese Filme nicht ansehen.
    Wen das aber nervt und wer das öffentlich aggressiv vertritt, muß es sich gefallen lassen, daß ihm vorgeworfen wird Minderheiten beiseite zu schieben...
    Minderheiten, die keine Sonderrolle, sondern nur einfach eine gleiche Behandlung wie alle anderen Bevölkerungsgruppen haben wollen.

  • Jimmy V.

    War er ja gar nicht. Also das hab ich eh nie verstanden, warum das alle so hochkochen. Eigentlich ging's da doch mehr um das Gockel-Gehabe zwischen ihm und Han - oder wie Leia ein bisschen Konkurrenz streut. Hilft immer. ;)

  • Jimmy V.

    Weil wir Menschen keine Tiere sind. Wir haben die sogenannte Vernunft, Weltoffenheit oder exzentrische Positionalität - es gibt extrem viele philosophisch gute Argumente, dass ich die Argumente, wonach wir Menschen ja "auch nicht mehr als Tiere" seien, eigentlich schon gar nicht mehr ernstnehmen kann.

    Davon ab: Ich oute mich gerne mit meinem Kontakt zu Männern, den ich ab und an mal hatte. Ziehe letztlich Frauen vor. Ich habe trotzdem kein Bock auf Unterhaltungsfilme, die mich zur Reflexion über sexuelle Präferenzen einladen wollen.

  • Darklight ..

    Es ist schwer, dafür gesicherte Zahlen zu liefern.
    Vor allem, weil sehr viele Männer (noch) davor Angst haben, sich als schwul zu outen. Von daher sind die vermuteten Zahlen auch relativ gering.
    Viel interessanter finde ich aber die Zahlen über die Bisexuellen. Es gibt viele Männer, die auch mal gern mit anderen Männern Sex haben, dies aber eben eher seltener. (Und die darauf aus Angst komplett verzichten würden, wenn das gesellschaftliche Klima zu diskriminierend wird).

    Ansonsten gibt es gute Studien zur Homosexualität/Bisexualität im Tierreich. Diese Zahlen sprechen für sich.

    Und obwohl diese Tiere seit tausenden Jahren das Gleiche tun, fällt es den menschlichen Forschern schwer, das, was sie da direkt vor ihren Augen an schwulen Tieren sehen zu akzeptieren.

  • Darklight ..

    Ich muß leider sagen, hier wird selten zwischen Homophobie und Schwulendiskriminierung unterschieden.
    Homophobie würde ich Dir sicher nicht unterstellen.

    Aber ich kenne auch genug Schwule, die sich wunderbar subtil der Diskriminierung von Schwulen anschließen. Und niemand schielt krampfhaft auf diese Schwulenbewegung. Jedenfalls nicht mehr, als man auf die Schwarze Community oder auf die konservative weiße Männerwelt schielt.

    Wieso kritisieren wir es dann, wenn schwule Aspekte plötzlich einmal genauso in die Überlegungen für den Erfolg eines Film mit in Betracht gezogen werden, wie die Wünsche anderer potenzieller Zielgruppen...?!
    Es scheint fast, als wäre es Dir unangenehm, das man endlich mal - nach langer Zeit - diese Benachteiligung anspricht und darüber diskutiert.

    Mir ist das mitnichten egal.
    Es ist nämlich sehr wichtig.

  • Darklight ..

    Mmh... also, nachdem George Lucas selbst schon eine krampfhafte hetero Liebesbeziehung in den Prequels eingeführt hat, fände ich jetzt eine krampfhafte schwule Beziehung nicht weniger gut oder schlimm...

    Niemand hat sich bei der Liebesgeschichte zwischen Anakin und Padme allerdings darüber aufgeregt, daß sie hetero war. Sondern nur, daß sie verdammt mies (gespielt und umgesezt) war.
    Du regst Dich aber im Vorfeld darüber auf, daß es uncool wäre, wenn es überhaupt eine schwule Figur in STAR WARS gäbe. Das iss schon ne Art von Diskriminierung.

    Und wie Vincent unten sehr richtig bemerkt, man versuch krampfhaft Schwule und ihr Vorhandensein aus Blockbusterfilmen rauszuhalten.
    Genauso übrigens, wie man früher den Anteil der Frauen in vielen Filmen klein gehalten hat... obwohl sie mehr als die Hälfte der Bevölkerung ausmachen.

  • Jimmy V.

    Na okay, aber nach Snoke zu suchen und Snoke zu seinem Nachfolger zu machen, sind ja zwei paar Schuhe. So wie ich es bisher verstanden habe, ging es Palpatine grob erst einmal darum herauszufinden, was das dort für eine Präsenz ist.
    Ob er nun einen Nachfolger wollte oder nicht, wäre ich mir jetzt irgendwie unsicher. Ja, Vader schied vielleicht aus. Aber wer sollte es sonst machen? Vielleicht erfahren wir dazu irgendwann nochmal was, wohl dann aber eher in Büchern, Comics oder so...

  • Jimmy V.

    Der Unterschied ist aber hier auch wieder: Es ist völlig egal, ob Finn nun schwarz oder weiß ist, weil Finn in jedem fall ein Ex-Sturmtruppler ist und deswegen für die Story relevant ist. Aber wenn Finn und Poe jetzt rumknutschen, wird Zeit von der Geschichte weggenommen, die sich um Action und all das drehen soll. Wie hier schon oft gesagt: Es geht nicht - jedenfalls mir nicht - um die Sache mit der schwulen Romanze, sondern - Betonung auf dem zweiten Wort - der Romanze, die oft einfach total pro forma wirken. Charmant bei Leia und Han war ja eben, dass sich das alles sehr organisch eingefügt hat und - im positiven Sinne - so nebenbei passierte.

  • Jimmy V.

    Ja, das ist nochmal ein völlig separater Punkt. Der trifft ja auch auf diese ganzen dämlichen Nachfolge-Figuren zu bekannten Helden auf, siehe das junge Mädchen bei "Iron Man". Da frage ich mich: Wenn ich jetzt so eine Hardcore-Vertreterin von Identitätspolitik wäre - und das ist es - dann müsste mir das doch völlig auf den Sack gehen. Genauer durchdacht hieße das ja, dass die Figur nur die Resterampe für eine etablierte Figur ist. Das ist langweilig, faul und bräsig. Ich würde mir doch viel eher wünschen, dass eine komplett neue Figur kreiert wird, was komplett Neues gemacht wird...

  • Jimmy V.

    Ja, ich könnte mir halt vorstellen, dass Snoke in jedem Fall ganz bewusst abgewartet hat. Da müsste man auch gar nicht so viel erklären. Snoke wusste, dass er gegen das Gespann Palpatine-Vader keine Chance hat und gegen Luke, den er wohl gar nicht auf dem Plan hatte, auch nicht. Also wartet er ab und verführt Ben Solo. Und jetzt, wo auch noch Rey aufgetaucht ist - aber vielleicht kennt er Rey sogar schon? (Meine Theorie: Nein!) - versucht er die auch noch auf seine Seite zu ziehen. Denn mit Rey + Kylo Ren + Snoke selbst hätte wiederum Luke ganz schön zu tun. Auf jeden Fall fürchtet Snoke Luke ja stark und auch, dass dieser neue Jedi in den Umlauf bringt. Interessanterweise scheint er sich ja genau darauf einzustellen, während Luke die Sache jetzt ganz anders angehen will - was ich übrigens sehr spannend und plausibel finde, wie neulich schon gesagt!
    Palpatine wusste von Snoke selbst vielleicht gar nichts, hat aber eben, wie in "Aftermath" seine Nähe gespürt. Ihn als Nachfolger aufzubauen fände ich irgendwie etwas unbefriedigend, weil es dazu frühere Hinweise in den Filmen bräuchte und so gar nicht recht zu Palpatine passt. Der war halt ein machtgeiler Penner, der sogar seine Schwiegermutter respektive seinen Sith-Schüler Darth Vader verkauft hätte, um weiterzukommen. Da einen Nachfolger zu bestimmen? Nachdem er auch womöglich Darth Plageius um die Ecke gebracht hat? Weiß nicht, gefällt mir nicht so.

    Zum lauwarmen Zeug: Stimmt schon, aber hoffen wir mal, dass die neue Trilogie da eben was liefern wird. Auf der anderen Seite - und als Gegenargument gegen meinen eigenen Geschmack - merkt man auch selbst, dass es schon wieder viel vom Charme nehmen kann, wenn andauernd ein Laserschwert gezogen wird. (Da wette ich sowieso mit dir: Die werden richtig schön abwarten bis Luke das kleine Grüne rausholt und den Moment richtig zelebrieren. Und ich hoffe das wird auch so geil wie ich es mir ausmale!)
    Als Beispiel: Teil 2 und 3 der "Jedi Knight"-Spiele. In Teil 2, wo man die ersten Missionen mit konventionellen Blastern absolvieren musste und sich das dann durch Lukes Prüfungen holte, war das Gefühl richtig geil das Ding dann zu haben. In Teil 3, wo man es von Anfang an hatte, fiel das Gefühl weg und der Eingewöhnungseffekt war zu schnell da.
    Daher fände ich es irgendwie cool, wenn etwas mehr Leute mit Laserschwertern und der Macht rumliefen in der jetzigen Gegenwart bei "Star Wars", gerne auch mit anderen Variationen (hätte z.B. nichts gegen Rey mit Doppelklinge, das passt ja zu ihrem Kampfstil), aber das alles mehr was von einem Western-Duell bekommt statt einem Rumgehampel im Anime-Stil.

  • Jimmy V.

    Stimme dir voll und ganz zu. Die Whills sollten doch sogar neutrale Erzähler werden, die das Geschehen kommentieren. Wurde gestrichen, was ich auch besser finde.
    Snoke? Whills wäre möglich. Das passte auch zu mancher Theorie, wonach Snoke ja ebenfalls mal ein Jedi war.
    Ich tippe, mit ein paar anderen Theoretikern auf YouTube, darauf, dass Snoke ein "ancient evil" war, den die Jedi eingesperrt haben statt es zu vernichten. Das hat Luke auch ziemlich erzürnt, weil er dadurch für sich die Erklärung gefunden hat: Hätten die Snoke damals einfach umgehauen, wäre nie mein Neffe verführt worden und die anderen Padawane der Akademie gestorben! Das mag für ihn Sinn ergeben, auch wenn uns Zuschauern das als Kurzschluss erscheint. Aber ich finde die Erklärung charmant, weil sie relativ einfach die offenen Fragen abklärt (Wer ist Snoke? Wie konnte er Ben verführen? Warum fürchtet er Luke? Warum ist Luke so sauer, gleichzeitig unfähig richtig zu handeln?). Und diese Einfachheit ist halt wichtig, als Kompromiss zwischen Ambition, Verständlichkeit, aber auch der Zeit, die der Film für jeden Handlungsstrang verbraucht.
    Eine andere charmante Theorie war übrigens: Snoke war ein ehemaliger Rivale von Palpatine, beide als Schüler von Darth Plageius (daher auch die Verwendung des ähnlichen Musikthemas in TFA), wobei Snoke erstmal den Kürzeren gezogen hat, floh in die unbekannten Regionen, dort den Spuren des gemeinsamen Meisters nachverfolgt hat, und deshalb so lange abgewartet hat - unter Palpatine und Vader hätte der keine Sonne gesehen. Dann hat er quasi die Reste des Imperiums aufgelesen (er kannte ja den Plan der Beiden), daraus den First Order gemacht.

    Zu den Kopfgeldjägern fällt mir auf, dass wir auf der Leinwand eigentlich erstaunlich wenig abgefahrenen Machtshit sehen und irgendwie notgedrungen immer auf den Legenden-Teil um die Macht zurückgedrängt werden. Jetzt, wo es die Kohle und die CGI-Möglichkeiten gibt, wäre es einfach schade, wenn nicht viel mehr von diesem mystischen Teil von "Star Wars" abgebildet wird.

  • Jimmy V.

    Luke könnte übrigens auch höchstwahrscheinlich schwul sein. ;) (Siehe meine Antwort oben, zu der an BobRoss.)

  • Jimmy V.

    Stimme dir zu. Ich hatte Vincent da auch schon geantwortet.
    Mir fällt aber da noch ein: Luke Skywalker kann auch schwul sein. Mark Hamill hat immer mal wieder die herzzerreißende Geschichte von jungen Männern erzählt, die an ihn herantraten und gesagt haben, wie hilfreich es für sie war sich vorstellen zu können, dass sie wie ihr Held Luke sein konnten. Sie wurden in der Schule gemobbt, weil sie eben homosexuell waren und es war ein Trost für sie Luke ebenfalls so anzusehen. Hamill hat gemeint genau das war das Besondere an Luke und deswegen sollte seine Sexualität auch gar nicht thematisiert werden, damit jeder sich in die Heldenfigur reinprojizieren konnte.
    Das fand ich schon ziemlich cool - und es ist sogar ein sehr interessantes Beispiel dafür, wie ein explizite Thematisierung der luke'schen Sexualität sich sogar nachteilig gerade für homosexuelle Zuschauer auswirken könnte.

  • Jimmy V.

    Siehe anderer Kommentar: Wissen wir das denn? Warum sollte Homosexualität in einem Sci-Fi-Abenteuer-Märchen so eine große Relevanz haben? Da scheint der Wunsch einiger Leute doch eher Vater (oder Mutter ;)) des Gedanken. Auch an dieser Stelle meine ich: Leute wollen nicht auf ihre Sexualität beschränkt werden + Sexualität muss nicht überall thematisiert werden.

  • Jimmy V.

    Erst einmal würde ich überhaupt bestreiten, dass das Thema so ganz oben auf der Tagesordnung steht. Ja, einen Cast divers zu besetzen, ist eine Sache, die sicherlich ganz explizit thematisiert wird. Ob nun homosexuelle Romanzen unbedingt abgebildet werden muss, oder das Thema nicht lieber vermieden wird, steht noch einmal auf einem anderen Blatt Papier.
    Daher würde ich auch nicht sagen: Die wollen das nicht. Sie vermeiden das Thema vielleicht nur, weil SW eben auch in andere Kulturkreise übergeht, wo die das mit der sexuellen Orientierung nicht so locker sehen.
    Vielleicht aber auch spielt selbst für die homosexuellen kreativen Menschen gar nicht so die Rolle. Wir hatten es hier andernorts diskutiert: Nur, weil jemand homosexuell ist, muss die Sexualität nicht beständig thematisiert werden. Da wird doch ein umgekehrter Schuh draus. Und sogar das kannst du politisch begründen: Homosexuelle Menschen wollen genauso dazugehören wie andere auch und nicht dauernd auf ihre Sexualität reduziert werden. Das passiert aber durch das Thematisieren (teils unfairerweise, sicherlich!).

  • Jimmy V.

    Ohne jetzt deiner inhaltlichen Präferenz zu widersprechen, aber wo siehst du bitte schön die logische Brücke hier: In der realen Welt sind 3% der Leute schwul, okay. Und warum muss das bitte schön in der fiktiven Welt einer Blockbuster-Reihe mit Raumschiffen, Mystik und Laserschwertern abgebildet werden?

  • Jimmy V.

    Ja, das stimmt. Aber würde sich die Botschaft von Familie und Zusammenhalt nicht an alle richten, ohne da jetzt mit Regenbogen um sich zu werfen?

  • Jimmy V.

    Du weißt doch was er meint, also gib ihm nicht so einen dahergesagten Satz.

  • Jimmy V.

    Ja, gut, eine Blaupause könnte ich dir dafür auch zeichnen. Aber das sinnig umsetzen?! Das ist total schwierig. Ich war übrigens sehr froh, dass es in TFA eigentlich gar keine Romanze gibt.

  • CoolHandLuke

    Kränkelnde, verweichlichte Wohlstandsgesellschaft? Wird wohl Zeit, daß wir alle wieder härter werden, wie früher. Da war die Welt noch in Ordnung, was? Als Schwule und Lesben sich gefälligst zu verstecken und das Maul zu halten hatten. Sind doch alle pervers, oder? Ach, good old Times.

  • Darth Doom

    "Meine Güte, die Technik gibts doch wirklich her."

    Was hat das, was du beschreibst, mit der Technik zu tun?

  • Darth Doom

    Es muss keine (1.) Liebe-, (2.) Heirat- und (3.) Kinder-Romanze sein. (Keine Ahnung, wie es in Twilight ist.)
    Ich beschreibe mal die Romanze in "Chaos Walking":
    1. Buch: Die Charaktere lernen sich kennen und mit der Zeit entsteht eine sehr starke Freundschaft, mit Aussicht auf mehr.
    2. Buch: Sie werden getrennt. Beide erleben verschiedene Dinge und kriegen wärenddessen mit, wie viel der andere für sie bedeutet und das sie ohne ihn unvollständig sind, was bedeutet, dass sie sich gegen einige Dinge, allein, schwer oder überhauptnicht verteidigen können.
    3. Buch: Die richtige Romanze beginnt ab da. Mit den Schwierigkeiten, die Liebe zu gestehen und ungewiss sein, ob der andere das Selbe fühlt.

  • Jimmy V.

    Ich sage ja nicht, dass es nicht geht oder sich im Wege steht, sondern nur, wie extrem schwer es ist. Jemand verglich das hier mal ganz treffend mit "Twilight": So etwas würde im schlimmsten Falle dabei rauskommen. Und das wollen viele verständlicherweise nicht.

  • Darth Doom

    Ich finde Worldbuilding und ein Abenteuer, wirden einer guten Romanze nicht im Weg stehen. In Star Wars hat sich immer wärend des Abenteuers eine Freundschaft aufgebaut, warum nicht eine Romanze, welche auf mehrere Filme aufgeteilt ist?

    Als Beispiel für das was ich meine, kannst du dir die Buchreihe "Chaos Walking" durchlesen. Da ist, im ersten Buch, eine sehr gute "Romanze" drinnen, welche dem Abenteuer nicht im weg steht.

  • Jimmy V.

    Dude...

  • Malvo

    ...hätte Tobias Mayer seine pervertierten Regenbogen-Fantasien das ein oder andere mal für sich behalten im Leben, wäre vielleicht sogar ein anständiger Journalist aus ihm geworden. So bleibt ihm nur rmarketing.com um seine frohe Botschaft zu verbreiten.

    Soweit ich mich erinnern kann wurde das MÄRCHEN Star Wars vor allem deswegen so erfolgreich, weil es eine NICHT INNOVATIVE Heldenreise behandelt hatte...aber neu verpackt. Ich weiß nicht ob es den selben Effekt gehabt hätte wenn Luke sein langweiliges Feucht-Farmer-Dasein hinter sich gelassen hätte um sich von einem haarigen und maskulinen Chewbacca in den Hintern pimpern zu lassen. Aber das wäre zumindest noch nie dagewesen. Ich kann mich aber noch gut erinnern, dass ich als Kind die spannendsten Szenen und Kämpfe aus SW nachgespielt hatte, aber nie die Kussszene von Han und Leia komischerweise. Weil mir die Sexualität in den Filmen egal war, bzw nicht bewusst war als Kind. Also stellt sich sofort die Frage, FÜR WEN will man diese sogenannten Innovationen einbauen?! Macht man es für die Kinder oder doch lieber für das eigene verzerrte Weltbild? Oder macht man es doch weil es momentan IN ist und sich Homosexualität gut verkaufen lässt? Und inwiefern profitiert davon ein Projekt wie Star Wars, dem man allgemein schon eine Knarre an die Stirn gesetzt hatte? Haben uns auch nicht die Spin offs der Originaltrilogie (also alles außer 4-6) gezeigt, dass das Abweichen vom Ursprünglichen Konzept grundsätzlich schief gehen wird? Ja, das haben sie...

    Auch hat Diversität, (übrigens ein Wort welches noch vor ein paar Jahren niemand genutzt oder gekannt hatte), nichts in irgendwelchen Filmprojekten oder Kunst verloren, wenn es nur als Mittel zum Zweck eingesetzt wird, oder um die eigene Akzeptanz von Randgruppen oder sein "political correctness" zu unterstreichen. Aber was will man auch eigentlich anderes von einer kränkelnden verweichlichten Wohlstandsgesellschaft noch erwarten, in der Frauen und Männer sich nicht mal mehr ihres eigenen Geschlechtes sicher sind. Also meckern wir nicht sondern freuen uns auf die Abenteuer eines pädophilen chinesischen Jedimeisters der sich in seine minderjährige Transgender Schüler/in verliebt und immer mehr zur Dunklen Seite gezogen wird, in einer weit weit entfernten Galaxis...

  • Jimmy V.

    Aber Indy ist halt auf Indy und auch seine Liebeleien fixiert. Bei "Star Wars" steht viel größeres "world building" im Vordergrund, gerade auch für diese Trilogie, die etwas ganz Neues zeigen will. Darum ein großes Abenteuer zu bauen ist dann, wie gesagt, ziemlich schwierig - siehe oben.

  • Jimmy V.

    Um dir zu zeigen, was ich meine, musst du eigentlich nur in deinen eigenen Text gucken: "schwul" hier, "schwul" da... :) "Brokeback Mountain" war doch ein Film, der Homosexualität zum Zentrum hatte, zum zentralen Konflikt. Bei SW ist es mir schlichtweg völlig egal, was für eine Sexualität die Figuren haben, ich will eine tolle Abenteuergeschichte mit Raumschiffen, Laserschwertern und der Macht. Und da eine Romanze einzubauen, ist schon schwierig genug. Generell.
    Warum "wir" (ich finde es immer unnötig da irgendwo drunter summiert zu werden) es nicht mögen? Keine Ahnung, wie es Anderen geht, ich sehe einfach auf einer erzählerischen Ebene die Schwierigkeiten der Romanze allgemein. Siehe oben. Ich kann mich da nur wiederholen. ERST kommt dieses Problem, DANN das der "andersartigen" Romanze.
    Wenn du unbedingt ein "inhaltliches" Argument hören willst, kann ich letztlich eigentlich nur darauf verweisen, dass SW ein Massenprodukt ist. Die Masse ist nun einmal heterosexuell - besonders auch in vielen anderen Kulturen. Die haben anderes Interesse an SW als "andere Lebensentwürfe" kennenzulernen.
    Und genau zu letzterem fällt mir noch ein: Ich kenne Leute, die sich von der Geschlechterbinarität distanzieren und trotzdem immer angenervt (!) sind, wenn diese Sachen in Stoffen verarbeitet werden. Das ist z.B. im Theater oft der Fall. Dort ist der Einbau eben nicht gelungen oder "normal", sondern ziemlich forciert. Das Ende vom Lied? Die homosexuelle oder transsexuelle Figur wird eben nur auf diese Eigenschaft beschränkt. Dabei wollen die Leute genau das doch eben nicht werden. Und das erscheint mir auch plausibel genug um zu sagen: Leute, hört auf das so gewollt zu machen. Da unterscheidet sich übrigens auch Captain Kirks Kuss: Das war nicht forciert.

  • Pumm T.

    The Old Republic wäre echt geil.

  • Darth Doom

    Ich wäre dafür, das man die 2. und die 3. Idee miteinander mischt. Ich will schon die ganze Zeit einen Kopfgeldjägerfilm (bzw. einen Boba Fett Film) und mit der Idee, das die Liebesgeschichte im Fordergrund ist, und dem hinzufügenden Star Wars Elementen, könnte das eine sehr gute und innovative Star Wars Trilolgy werden, meiner Meinung nach.

  • Sidekick

    Bitte keine Love Story, das passt nicht zu SW, genausowenig wie die sich anbahnende Liebelei in ST Discovery.

  • Darklight ..

    Ich fand zum Beispiel die Liebesgeschichte in "Indiana Jones - Jäger des verlorenen Schatzes" sehr gut. Die war schon tiefgehender als das, was in Empire gezeigt wurde. Nicht sehr viel, aber schon ernster...
    Noch einen kleinen Schritt weiter und ein großes Abenteuer drum herum. Warum nicht...?!

  • Darklight ..

    Ich weiß nicht, warum so viele Leute immer Bedenken haben, daß schwule Liebesgeschichten nicht funktionieren könnten, oder nur aus politischer Korrektness oder oder subversiven Hintergedanken heraus gemacht werden können...
    Und manchmal möchte ich den Leuten nur zurufen:
    "Bla...bla...bla... kommt einfach mal darauf klar, daß es Schwule gibt, und die irgendwann nach über 30 Jahren Blockbusterkino auch mal in so einem Film vorkommen. Und nicht, weil irgendwer blöde Hintergedanken hat. Sondern weil... verdammt nochmal, weil es Schwule gibt. Punkt. "

    Was haben sich die Leute damals aufgeregt, als Kaptitän Kirk eine Farbige im TV geküsst hat...
    Wollte man damit provozieren?! Poltisch was bewegen?! Ja...vielleicht.

    Aber vielleicht hat man einfach nur zeigen wollen, daß es Weiße gibt, die Farbige lieben. Auch wenn die Gesellschaft das offen und/oder subtil diskriminierte hat damals (und heute).
    Wie auch immer. Bei Schwulen Liebesgeschichten wird ja oft gesagt, die könnten dann abba "aufgesetzt" wirken. Und?!
    Ja... mein Gott. Viele Liebesgeschichten wirken "aufgesetzt" und funktionieren nicht. Aber es regt sich niemand darüber auf, weil es hetero Liebesfilme sind. (Wenn ich zuletzt an Wonder Womans Affaire denke, wo so überhaupt kein Funke übersprang...).

    Und wenn jemand vor Ang Lees "Brokeback Mountain" gesagt hätte, eine schwule Liebesgeschichte über zwei Cowboys, die sich wortkarg in den 50er Jahren lieben - wo einer der beiden am Ende krepiert - und die depressiv endet, würde ein OSCAR nomminierter Publikumserfolg werden...?!
    Hätte man diesen Jemand nicht für völlig verrückt gehalten?!

    Also - ich kann mir einen solchen STAR WARS Film verdammt gut vorstellen.
    Und nochwas:
    Ich kann mir sogar vorstellen, daß viele von Euch diesen Film gut finden würden. Und vielleicht sind viele von Euch nur gegen so eine Idee, weil sie so extrem viele Klischees und überholte Bilder von Schwulen im Kopf haben. Und es sich eben deshalb nicht vorstellen KÖNNEN...

    Wie auch immer...
    Viele von Euch sind Fans von Daniel Day Lewis.
    Als ich Klein war, habe ich ihn in mein wunderbarer Waschsalon gesehen. Und seine Darbietung von einem schwulen Punk hat für mich alles in den Schatten gestellt, was ich bis dato über Schwule wußte und gesehen habe. Schau Dir mal diesen Film an.
    Und die Art dieser Liebesbeziehung. So in der Art könnte ich mir einen "schwulen" STAR WARS mit zwei Kerlen, zwei Abenteurern vorstellen.
    : )

  • Jimmy V.

    Also wenn ich ihn richtig verstanden habe, will er eine Liebesgeschichte bei SW. Und zwar eine Liebesgeschichte. Kein Abenteuer mit einer Romanze drinnen. Dagegen habe ich nämlich nichts, solange sie gut ist (siehe oben).
    Und nein, einfach das Genre zu wechseln ist keine Innovation. Ich bin absolut offen was viele neue Ideen bei "Star Wars" angeht.

  • Darklight ..

    Alle fordern etwas Neues von STAR WARS.
    Etwas innovatives. Aber sobald ein innovativer Vorschlag kommt, heißt es, "Neeee... das iss abba nicht STAR WARS. Das fühlt sich abba nicht wie STAR WARS an, weil es das in STAR WARS noch nie gegeben hat..."
    Eben darum.
    Es ist neu.
    Es wäre neu. Das ist auch der Grund, warum wir eigentlich nur ein Remake von "A New Hope" vorgesetzt bekommen haben. Weil wir im Grunde keine Veränderungen wollten. Und nun...
    Es wird Zeit, daß STAR WARS neu wird, neu und überraschend. So wie es STAR WARS in 1977 war. Und ja... wenn es das wird, wird es eben nicht mehr so sein, wie es schon mal war.

    Gerade von daher finde ich Tobias Idee ziemlich gut.

    Einen anderen Helden. Andere Beziehungform. Im STAR WARS Universum.
    Abba... ja... dafür fehlt vielen Leuten hier vielleicht die Phantasie.
    Und - am Ende sehen sie vielleicht doch lieber ein weitere recycletes Remake aus allem Bekannten - schön vermixt und neu verpackt.
    ; )

  • Jimmy V.

    Das Problem ist aber doch, dass so etwas immer den Beigeschmack einer "Agenda" hat. War das bei Leia damals so für den Kinogänger? Ich weiß nicht. Starke Frauen gab es da auch schon, mit Leia wurde auch ziemlich gut mit dem Klischee gespielt: die Prinzessin kann sich ja doch wehren!
    Heutzutage allerdings, wo vieles diesen sehr krassen Moment bekommt, wo alles auf Teufel komm raus passieren muss, hat das alles so einen Beigeschmack. Meinetwegen können auch bei SW homosexuelle Figuren rumlaufen oder eine Romanze haben, aber die Gefahr, dass sich das überhaupt nicht organisch in die Geschichte einfügt, ist doch ziemlich groß - was übrigens viele Liebesgeschichten gilt.

  • Darklight ..

    Woaauuh...
    Was für ein schöner Artikel. Kompliment.
    Gerne mehr von solchen Gedankenspielen. Sowas macht viel Spaß zu lesen.
    Insbesondere der Mittlere Vorschlag gefällt mir sehr gut.
    @ Tobias Mayer
    Großartige Idee - und vor allem hast Du es schön beschrieben. Sowas habe ich bisher von niemandem gelesen! Andere Ideen wurden schon so oft ausgesprochen (gut, daß mit den Whills nicht, daß iss nicht uncool als Ansatz und gut überlegt), aber niemand hat sich bisher ernsthaft eine echte, gute Liebesgeschichte gewünscht.
    Noch dazu eine Regenbogengefärbte.
    Das ist schon fast mutig, sowas zu fordern. Aber ganz ehrlich - es ist etwas, was dem, das George Lucas mit Original Trilogie getan hat, doch auch nahe kommt:
    Er hat mit Lea eine wunderbar starke und selbstbewußte Heldin geschaffen, die es so noch nicht im Kino gab. Für tausende von Mädchen wurde sie Vorbild. Hier hatte STAR WARS eine große soziale Funktion für die weitere positive Entwicklung der Frauenbewegung. Mit den neuen Figuren wie Finn macht sie nun die Farbigen stärker...
    Und die dritte große Bewegung des letzten Jahrhunderts war die Schwulen(und Lesben) Bewegung. Diese Geschichten in Form eines Weltraumabenteuers aufzugreifen wäre mutig und genial. Und die Zeit wäre reif dafür. So wie damals für eine neue Sicht auf Frauen und Helden.
    Ich würde mir deinen Ansatz sehr gern von Rian verfilmt ansehen.
    Cool, daß Du diese Idee so formuliert hast.

  • Jimmy V.

    Bin ja gerne fürs Ideensammeln, aber das hätte hier schon etwas mehr sein können. Und nichts für ungut, aber eure Empfehlungen sind schon ziemlich schnarchig bis scheiße. Eine Liebesgeschichte?! WTF?! Leute, bei SW, mit Blastern und Raumschiffen, da geht es um Konflikte - wie eigentlich bei vielen Geschichten. Und jetzt - super Überleitung! - erinnere ich an "Harry und Sally", eine DER Liebeskomödien überhaupt, die als ganz besonderes Markenzeichen hat, dass es dort keinen (!) äußeren Konflikt gibt, sondern sich die Figuren nur selbst im Weg stehen. Das ist cool. Aber eine Liebesgeschichte wird nicht innovativ, wenn sie bei "Star Wars" eingebaut wird. Vor allen Dingen muss, wie in jeder Story, so eine Liebesgeschichte funktionieren. Ich habe da meine Zweifel bei all den Regenbogen...
    Schmuggler und Kriminelle? Ja, "Star Wars 1313" oder wie es hieß wirkte geil, aber mittlerweile finde ich diesen Schmuggler-Unterwelt-Teil bei SW auch öde. Da gibt es dann viele Anti-Helden, okay. Sind schwierig zu schreiben. Ich hätte lieber klassische Helden bei SW.
    Die Whills einzubinden ist noch der beste Vorschlag. Da könnte dann viel rumkommen, was indirekt eben auch für die übrigen Filme relevant ist, so ganz ums Eck, wie der Planet Jedha bei "Rogue One". Aber dazu hättet ihr dann mehr schreiben können.
    Meine Idee: Rian Johnson, verfilme verdammt nochmal einfach "Knights of the Old Republic 2: The Sith Lords"! Nein, nicht den ersten, sondern den zweiten. Done.

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