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Die Eiskönigin: Olaf taut auf
Kritik der rmarketing.com-Redaktion
3,5
gut
Die Eiskönigin: Olaf taut auf
Von
Mit dem 22-minütigen Kurzfilm „Olaf taut auf“ von Kevin Deters und Stevie Wermers, der im Vorprogramm von Pixars „Coco – Lebendiger als das Leben!“ in den deutschen Kinos gezeigt wird, bescheren uns die Walt Disney Animation Studios ein Wiedersehen mit den beliebten Figuren aus ihrem Mega-Hit „Die Eiskönigin – Völlig unverfroren“ (1,3 Milliarden Dollar Einspielergebnis weltweit), bevor Ende November 2019 die große Fortsetzung „Die Eiskönigin 2“ erscheint. Dem besonders populären Schneemann Olaf wird in diesem kurzen animierten Musical extra viel Zeit eingeräumt, doch auch die Schwestern Elsa und Anna kommen nicht zu kurz: Nachdem sie ihre Jugend voneinander getrennt verbracht haben, steht für die beiden jungen Frauen nun das allererste gemeinsame Weihnachten vor der Tür. Da die Herrscherfamilie noch keine Festtagstraditionen hat, begibt sich Olaf (Stimme im Original: Josh Gad / deutsche Stimme: Hape Kerkeling) kurzentschlossen zusammen mit Rentier Sven auf die Suche nach Weihnachtsbräuchen und gerät dabei in allerlei unterhaltsame Abenteuer.


Der sympathische und herzensgute Schneemann Olaf („Ich liebe Umarmungen“) sowie das traumhaft schöne winterliche Setting des Reiches Arendelle passen perfekt in die Weihnachtszeit. Der unwiderstehliche kleine Kerl hat zudem die Lacher auf seiner Seite - etwa wenn er auf einem seiner Holzärmchen Flöte spielt. Und wenn der Tollpatsch das Rentier Sven unfreiwillig ins Schlepptau nimmt und auf Eishändler Kristoffs Schlitten einen Berg hinunterrast, dann sorgt er auch noch für rasante Action: Die Sequenz ist brillant umgesetzt und bei der fast schon schwindelerregenden Schussfahrt entfaltet auch die 3D-Technik ihr volles (Tiefen-)Potenzial.

Doch „Olaf taut auf“ ist noch mehr als ein action- und humorreiches Wintervergnügen, denn der sonst manchmal schon fast aufdringlich gut gelaunte Schneemann erlebt eine echte Krise. Nach einem für ihn typischen Missgeschick ist er sich der Liebe seiner Familie nicht mehr sicher und möchte am liebsten gar nicht aufs Schloss zurückkehren. Es folgt eine emotionale Achterbahnfahrt in bewährter Disney-Manier, ehe die Harmonie wiederhergestellt wird. Das ist ebenso unausweichlich wie herzerweichend – allerdings ist die Musik in diesem Mini-Musical nicht ganz so mitreißend und schwungvoll wie im „Eiskönigin“-Langfilm. Nur die Platzierung dieses fröhlichen nordischen und für einen kurzen Vorfilm etwas zu langen Wintermärchens ausgerechnet vor Pixars Ausflug zu den „Tag der Toten“-Feierlichkeiten nach Mexiko ist etwas unglücklich.

Fazit: Eine stimmungsvolle, besonders technisch beeindruckende Weihnachtsgeschichte, die den Fans die Wartezeit auf die große „Die Eiskönigin“-Fortsetzung verkürzt.
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